Filmfunktionen Veröffentlicht am 15. Juli 2026, 17:30 Uhr

Brad Pitts 540-Millionen-Dollar-Actionfilm altert wie guter Wein und dominiert die Trendliste von Paramount+

Niklas Klein

Von Niklas Klein

Veröffentlicht auf Open TV

Brad Pitt als Gerry Lane in World War Z

Obwohl das Action-Horror-Subgenre im Laufe der Jahrzehnte nicht mit allzu vielen großen Hits gesegnet war, dominiert Brad Pitts Einstieg in das Genre im Jahr 2013 derzeit aus gutem Grund die weltweiten Charts von HBO Max. Action und Horror sind, gelinde gesagt, unangenehme Bettgenossen. Für eine kurze Zeit in den frühen 2000er Jahren, bevor Hosteland Saw einen Trend zu grenzüberschreitenden blutigen Horrorfilmen einleitete und The Ring und The Grudge Remakes japanischer Horrorhits populär machte, war das Action-Horror-Subgenre ein fester Bestandteil im Multiplex-Bereich.

Ausgelöst durch die Popularität der „Die Mumie“-Filme in den Jahren 1999 und 2001 setzte sich der Action-Horror-Trend mit „Thirteen Ghosts“ aus dem Jahr 2001, „Ghosts of Mars“ aus dem Jahr 2002, „Underworld“ aus dem Jahr 2003 und „Doom“ aus dem Jahr 2005 fort. Obwohl die umstrittenen Videospieladaptionen „House of the Dead“ und „Alone in the Dark“ des umstrittenen Regisseurs Uwe Boll besonders schlechte Kritiken erhielten, erfreute sich das Subgenre insgesamt nie großer Beliebtheit bei den Kritikern. Im weiteren Verlauf der 2000er Jahre sorgten „Daybreakers“ aus dem Jahr 2009 und der bahnbrechende Alien-Franchise-Teil „Aliens Vs Predator: Requiem“ aus dem Jahr 2007 dafür, dass das Genre immer noch größtenteils von der Kritik verspottet wurde.

Das Jahr 2013 brachte jedoch das Erscheinen des nach wie vor größten Horrorfilms aller Zeiten und wohl einen der besseren Titel in der schändlichen Geschichte dieses Subgenres. Basierend auf dem gleichnamigen Roman des Autors Max Brooks war „World War Z“ von Regisseur Marc Forster „Stranger Than Fiction“ ein Zombie-Epos mit Brad Pitt als pensioniertem UN-Ermittler Gerry Lane. Gerry wird mit der Lösung einer globalen Zombie-Pandemie beauftragt und auf eine Reise um die Welt geschickt, bei der er gegen die Zeit antritt, um ein Heilmittel zu finden.

World War Z ist seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2013 gut gealtert

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Brad Pitts Zombie-Epos war notorisch teuer, die Produktionskosten lagen zwischen 190 und 250 Millionen US-Dollar. Trotz dieser enormen Ausgaben konnte der Film seine Investition mit Leichtigkeit amortisieren und weltweit 540 Millionen US-Dollar einspielen. Kritiker kritisierten die Max-Brooks-Adaption zwar größtenteils als zu lang und ohne echten Gruselfilm, doch die vorherrschende Meinung war, dass es sich weiterhin um ein unterhaltsames Spektakel handelte, das Horrorelemente erfolgreich mit den Konventionen eines Katastrophenfilms verband.

Obwohl diese Kritiken vielleicht nicht die höchsten Auszeichnungen darstellen, zeigt der anhaltende Erfolg des Films auf HBO Max, dass seine Anziehungskraft seit seinem ersten Debüt mehr als zehn Jahre lang anhält. Während der Titel in den USA nicht auf HBO Max verfügbar ist, kann er auf Prime Video gestreamt werden. Obwohl im Jahr 2026 zwei der finanziell lukrativsten Horrorfilme der Geschichte zu sehen sein werden, bietet die aktuelle Blockbuster-Landschaft nur sehr wenige groß angelegte Action-Horror-Hybride, die mit diesem Film vergleichbar sind.

Der kommerzielle Misserfolg von Tom Cruises versuchtem Relaunch der The Mummy-Reihe zeigte, dass Action-Horror kein verlässlicher Eckpfeiler für den Erfolg an den Kinokassen war, da die negative Kritik des Subgenres Mitte der 2010er-Jahre schließlich ihren Tribut forderte. Folglich sind hochbudgetierte Kombinationen aus Horror und Action, ähnlich wie bei diesem Zombiefilm, im Kino immer seltener geworden.

Dieses Zombie-Epos brach einen Kassentrend (aber es feiert 2026 ein Comeback)

Im Resident Evil 2026-Trailer taucht ein vielgliedriges Monster aus einer dunklen Tür auf
Kreatur aus Resident Evil.

Das könnte sich jedoch bald ändern. Die enorme Anziehungskraft von Indie-Horror-Erfolgen wie „Obsession“ und „Backrooms“ signalisiert, dass die Studios in Zukunft gerne Horrorfilme genehmigen werden, und Action-Horror-Titel wie „World WarZ“ sind besonders reif für ein Wiederaufleben. Die Neuauflage von Evil Dead Burn im Jahr 2026 markiert den bislang actionlastigsten Eintrag der Reihe, während der bevorstehende Neustart von ResidentEvil darauf abzielt, die größte Reihe des Genres wiederzubeleben.

Obwohl die ursprünglichen „ResidentEvil“-Filme eine treue Fangemeinde haben, haben sie nie wirklich großes Lob von der Kritik erhalten. Glücklicherweise engagierte der ResidentEvil-Neustart im Jahr 2026 den Weapons/Barbarian-Regisseur ZachCregger, um der ins Stocken geratenen Serie neues Leben einzuhauchen und möglicherweise einen Film zu liefern, der die Rezensenten überzeugen könnte. Im Erfolgsfall könnte es der bedeutendste Action-Horror-Triumph seit WorldWarZ aus dem Jahr 2013 werden.

Offizielle Quellen: Brad Pitt

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