Klassische Filme Veröffentlicht am 5. September 2026, 20:10 Uhr

Jake Gyllenhaal und Jamie Foxx spielen die Hauptrollen in Roger Eberts „Near-Perfect War Epic“, jetzt im Stream

Sarah Krause

Von Sarah Krause

Veröffentlicht auf Open TV

Jake Gyllenhaal als Anthony Swofford in Jarhead

Jake Gyllenhaal und Jamie Foxx spielten 2005 in einem Kriegsfilm mit, der von Roger Ebert nahezu perfekt vertont wurde. Der Film erschien im selben Jahr wie ein Oscar-Kandidatenfilm mit dem Titel „Brokeback Mountain“, in dem Gyllenhaal die Hauptrolle spielte, und das Timing hat dazu beigetragen, dass sein unglaublicher Kriegsfilm etwas unbekannter blieb. Foxx hatte gerade seine preisgekrönte Rolle in „Ray“ hinter sich, und dies war eine weitere solide dramatische Rolle.

Im Jahr 1999 gelang Sam Mendes der Durchbruch mit seinem Spielfilmdebüt „American Beauty“, einem düsterkomödiantischen Psychodrama, das später Oscars für den besten Film und die beste Regie gewann. Für Mendes war es ein großer Karriere-Startpunkt, der drei Jahre später eine Comic-Adaption mit dem Titel „Road to Perdition“ veröffentlichte, einen historischen Gangsterfilm mit Tom Hanks und Paul Newman in den Hauptrollen. Das führte 2005 zu seinem dritten Film, Jarhead.

Jarhead ist der erste Film, den Mendes drehte und der auf einer wahren Begebenheit basiert. Dieser Film basiert auf den Memoiren des ehemaligen Marines Anthony Swofford aus dem Jahr 2003, einem Veteranen, der während des Golfkriegs diente. Gyllenhaal spielt Swofford, Foxx spielt Staff Sergeant Sykes. Der Film war ein mäßiger finanzieller Erfolg und erhielt überdurchschnittliche kritische Kritiken, dennoch bietet er einen interessanten Blick auf die Kosten des Krieges.

Jake Gyllenhaal als Anthony Swofford in Jarhead

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Jarhead bietet eine unverwechselbare Perspektive auf das Kriegsgenre

Jake Gyllenhaal als Anthony Swofford stramm in „Jarhead“.
Jake Gyllenhaal als Anthony Swofford stramm in „Jarhead“.

Der Film folgt Swofford, wie er sich zum Marine Corps meldet und in den Golfkrieg zieht, um als Scharfschütze zu dienen. Unkonventionell verlagert die Erzählung den Schwerpunkt auf seine strenge Ausbildung und Vorbereitung, bevor er seinen Einsatz im Detail beschreibt. Am bemerkenswertesten ist vielleicht, dass Swofford trotz seiner Rolle nie eine Waffe auf dem Bildschirm abfeuert. Stattdessen priorisiert Jarhead die umfassenderen, nicht kampfbezogenen Dimensionen von Konflikten.

Dieses Bild veranschaulicht die Realität von Nationen, die Truppen stationieren, verzichtet jedoch auf die typischen Actionelemente, die man von diesem Genre erwartet. Es weist Parallelen zu „Full Metal Jacket“ auf, was die anstrengende Ausbildung der Soldaten betrifft, aber sobald die Charaktere im Ausland ankommen, haben sie keine Kampfpflichten mehr und müssen nur noch warten und Wache halten.

Auch die Darstellung von Swofford ist überzeugend, da er die meiste Zeit über alles andere als eine tugendhafte Figur ist. Irgendwann denkt er darüber nach, sich das Leben zu nehmen, droht einem Kameraden und beobachtet passiv, wie seine Einheit schreckliche Taten begeht, ohne einzugreifen. Er ist weder ein traditioneller Held noch ein Bösewicht, was den Film als eine Studie über gewöhnliche Menschen darstellt, die in extreme Umstände geraten, wenn auch ohne die direkten physischen Gefahren eines aktiven Kampfes.

Regisseur Mendes bezog einen Vietnam-Veteranen in die Erzählung ein, als die Truppen in die USA zurückkehrten. In dieser Szene gratuliert der Veteran zum Konflikt, doch die Soldaten haben das Gefühl, nichts erreicht zu haben. Letztendlich kehren die Männer in das zivile Leben zurück, ohne dass sie einen greifbaren Beweis für ihre strenge Ausbildung hätten. Diese Perspektive unterstreicht die Sinnlosigkeit des Kampfes und stellt einen scharfen Kontrast zu einem früheren Krieg dar, der zu massiven Verlusten an Menschenleben führte.

„Jarhead“ ist definitiv einen Blick auf Netflix wert (obwohl Sie die Fortsetzungen überspringen können)

Jake Gyllenhaal im gelben Nebel in Jarhead
Jake Gyllenhaal im gelben Nebel in Jarhead

Da „Jarhead“ jetzt auf Netflix verfügbar ist, haben diejenigen, die den Film verpasst haben, die Möglichkeit, sich diese zum Nachdenken anregende und kunstvoll gestaltete Darstellung der zeitgenössischen Kriegsführung anzusehen. Obwohl die Wirkung des Films groß genug war, um drei Fortsetzungen hervorzubringen, ist es für das Publikum wahrscheinlich besser, diese Folgen zu meiden. Der zweite Teil, Jarhead 2: Field of Fire, wurde 2014 uraufgeführt, gefolgt von Jarhead 3: The Siege im Jahr 2016 und Jarhead: Law of Return im Jahr 2019.

In den Nachfolgefilmen waren weder Gyllenhaal noch Mendes zu sehen, noch orientieren sie sich so gut am Kriegsgenre wie das Original. Im zweiten Teil muss sich ein Team in Unterzahl durch Afghanistan kämpfen. Der dritte Film konzentriert sich auf Marines, die die US-Botschaft beschützen, während sich der vierte Film auf eine Rettungsaktion konzentriert.

Der erste „Jarhead“ konzentrierte sich auf die Sinnlosigkeit des Kampfes und zeigte Soldaten, die das Gefühl hatten, dass ihre Anwesenheit im Krieg bedeutungslos sei. Im Gegensatz dazu gehen die nachfolgenden Einträge in die Standardkriegsführung über. Die entscheidende Eigenschaft, die das Original hervorhob – die Betonung der Ziellosigkeit, die die Truppen erlebten – fehlt in den Nachfolgern völlig. Daher ist es ratsam, diese späteren Teile zu überspringen, wenn man zu Steven Soderberghs oder dem ersten Film des Regisseurs zurückkehrt.

Offizielle Quellen: Roger Ebert

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