Die ersten sieben Einträge der DCU-Chronologie geben gemeinsam Aufschluss darüber, warum Wonder Woman noch kein offizielles Debüt in der Serie gegeben hat. Da das Franchise noch in den Kinderschuhen steckt, sind die Fans natürlich gespannt darauf, ikonische Figuren wie Batman und Wonder Woman in der Erzählung zu sehen, und hoffen auf neue Interpretationen der berühmtesten Comic-Helden aller Zeiten.
Diese Situation ist auf die unkonventionelle Strategie der DCU beim Aufbau ihres Filmuniversums zurückzuführen, die es bewusst vermeidet, sofort mit allen bekannten Charakteren zu starten. Stattdessen verschiebt das Studio die Einführung mehrerer prominenter Helden und gibt weniger bekannten Persönlichkeiten – wie den Green Lanterns – vorerst die Chance, ins Rampenlicht zu treten.
Während dieser Ansatz der Anfangsphase der DCU ein Gefühl der Faszination verleiht – da der Zeitpunkt und die Art und Weise der Ankunft großer Namen ungewiss bleibt – verschiebt er auch die Ankunft wichtiger Spieler wie Wonder Woman um mehrere Jahre in die Zukunft. Die durch die ersten Veröffentlichungen vorgegebene Richtung verdeutlicht, warum ein Wonder Woman-Film immer noch nur diskutiert wird und warum diese Verzögerung tatsächlich der Art und Weise zugute kommen könnte, wie sich ihre Geschichte auf der Leinwand entfaltet.
Die ersten Angebote des DC-Universums haben bisher überwiegend die Science-Fiction-Elemente der Franchise betont.

Während die DCU eine Grundlage für die fantastischeren Elemente der DC-Mythologie geschaffen hat, priorisiert die aktuelle Ausrichtung der Franchise in dieser Phase Science-Fiction-Themen vor Fantasy.
Allerdings ist dieser Science-Fiction-Schwerpunkt in einigen Einträgen stärker ausgeprägt als in anderen. *Superman* erforscht Schwarze Löcher, Taschendimensionen und Clarks intergalaktische Herkunft, während *Supergirl* den Rahmen auf eine breitere interstellare Erzählung erweitert. In ähnlicher Weise konzentriert sich *Lanterns* auf die Grünen Laternen und ihre Aufgaben als kosmische Beschützer, was den Genre-Fokus in diesen Titeln deutlich macht.
Sogar DCU-Projekte, die von diesen klareren Science-Fiction-Spuren abweichen, behalten eine technologische oder wissenschaftliche Ästhetik. Frühe Einblicke in Clayfaces Körperhorror orientieren sich beispielsweise stark an klassischen Science-Fiction-Terrorfilmen wie „The Fly“, da die Prämisse, dass ein chemischer Wirkstoff die genetische Struktur eines Menschen verändert, von Natur aus in der Science-Fiction verwurzelt ist.
Ebenso bewegt sich *Creature Commando* mit seinem Ensemble aus ikonischen Monstern wie Frankensteins Kreatur und der Braut neben Doktor Phosphor ins Science-Fiction-Territorium. Darüber hinaus lässt sich die zweite Staffel von *Peacemaker*, die sich mit alternativen Realitäten befasst, auf die über Technologie zugegriffen werden kann, nur schwer als etwas anderes als eine Science-Fiction-Erzählung einstufen.
Insgesamt bestätigt diese Gesamtausrichtung der Franchise, warum Wonder Woman noch nicht der DCU beigetreten ist. Der effektivste Weg, sie vorzustellen, wäre, die fantastischen Elemente der Serie zu erweitern und dem Universum zu ermöglichen, einen Ton anzunehmen, der bequem zu ihrer mythenreichen Ecke der DC-Geschichten passt.
Der Auftritt von Wonder Woman in der DCU erfordert zusätzliche Vorbereitungen, um einen perfekten Start zu erreichen

Entscheidungen wie die Einbeziehung von Wonder Womans Widersacherin Circe in „Creature Commandos“ und die explizite Offenlegung der Präsenz von Magie innerhalb der DCU haben eine entscheidende Rolle dabei gespielt, den Grundstein für die letztendliche Ankunft dieser legendären Heldin zu legen.
Angesichts der Tatsache, dass das DCU-Debüt von Wonder Woman nicht unmittelbar bevorsteht, ist es ratsam, dass das Franchise bewusst vorgeht, ihre Hintergrundgeschichte gestaltet und sicherstellt, dass ihr späteres Erscheinen maximale Spannung erzeugt, anstatt eine der größten Ikonen der Comic-Geschichte hastig auf die Leinwand zu bringen.
Genau wie es die DCU offenbar mit Batman macht, wird WonderWomans erster Auftritt sorgfältig vorbereitet, indem verbindende Charaktere und Veröffentlichungen hinzugefügt werden, die die magischen und mythologischen Aspekte der Filmwelt erweitern und es uns ermöglichen, sie in einem Universum willkommen zu heißen, das bereits aufgebaut wurde, um die Aufregung ihrer Ankunft zu maximieren.
Je mehr das DC-Universum seinen Kanon konkretisiert, desto weniger muss die Handlung des WonderWoman-Films darauf verwendet werden, auf einer bereits etablierten Filmwelt aufzubauen – ein Ansatz, der DianaPrinces zukünftiger langfristiger Erzählung im neuen DC-Filmuniversum zugute kommt.