Streaming-TV Veröffentlicht am 28. Juli 2026, 20:15 Uhr

Die inoffizielle fünfte Serie von Power Universe debütiert diese Woche

Maximilian Schneider

Von Maximilian Schneider

Veröffentlicht auf Open TV

Naturi Naughton an der Macht

Obwohl das Originalserienfinale von *Power* bereits vor Jahren ausgestrahlt wurde, feiert das britische Gegenstück diese Woche Premiere und dürfte auf großen Anklang stoßen. *Power* wurde 2014 auf Starz veröffentlicht und war eine düstere, intensive Gangstersaga, produziert von Curtis „50 Cent“ Jackson. Die Serie gilt als eine der erfolgreichsten Starz-Serien aller Zeiten und verfolgte den Aufstieg und schließlichen Untergang von Ghost, dem unbesiegbaren Drogenboss, dargestellt von Omari Hardwick.

Mit der Veröffentlichung der erfolgreichen Spin-offs *Power Book II: Ghost*, *Power Book III: Raising Kanan* und *Power Book IV: Force* etablierte sich *Power* schnell zu einem der beliebtesten Krimiserien in der Geschichte des Kabelfernsehens. Auch wenn es bei den Kritikern nie ganz mit Genre-Titanen wie „The Sopranos“ oder „The Wire“ mithalten konnte, blieb das Franchise ein bedeutender Erfolg bei den Kritikern. Bei den 50. NAACP Image Awards 2019 gewann es den Preis für die herausragende Dramaserie, und sein erstes Spin-off, *Power Book II: Ghost*, sicherte sich 2021 die gleiche Auszeichnung.

Während derzeit zwei kommende Fortsetzungen, *Power: Origins* und *Power: Legacy*, gedreht werden, müssen die Zuschauer nicht so lange auf den nächsten inoffiziellen Eintrag im Franchise warten. Das britische Boxdrama „Fightland“ mit Howard Charles und Nicholas Pinnock zielt darauf ab, die stimmungsvolle Mischung aus dramatischer Spannung und Krimi-Aufregung des Starz-Universums auf die andere Seite des Atlantiks zu transportieren. Im Mittelpunkt steht ein in Ungnade gefallener Boxer, der Rache an einer Mafia-Familie übt, die ihn hintergangen hat. „Fightland“ scheint ein packender Ritt zu sein, der dem „Power“-Erbe gerecht wird.

Fightland dient als spiritueller Nachfolger des Power-Universums

Kampflandduke

Mit 50 Cent als ausführendem Produzenten verfolgt *Fightland* die Reise von Maduka „Duke“ Kilroy, einem ehemaligen Häftling und Boxchampion, der von dem Wunsch nach Vergeltung getrieben nach London zurückkehrt. Kilroy ist davon überzeugt, dass ihm eine mächtige Verbrecherdynastie etwas angehängt hat, und plant einen Gegenschlag gegen die Familie, obwohl sich die wahre Natur der Situation als weitaus komplexer erweist, als sie in dieser Kriminalgeschichte erscheint. Ähnlich wie die andere britische Krimiserie *Mobland* muss *Fightland* seinen harten Protagonisten einer Reihe von Verrat aussetzen, bevor es zu einem spannenden Finale kommt.

Fightland* stellt den neuesten Eintrag in der anhaltenden britischen Krimiserie dar, die mit der gefeierten Serie „Top Boy“ aus dem Jahr 2011 begann und seitdem „Mobland“, „Gangs of London“ und Guy Ritchies Verfilmung „The Gentlemen“ umfasst. Obwohl das *Peaky Blinders*-Franchise in diese breitere Bewegung passt, verbindet es sein historischer Hintergrund eher mit den anderen historischen Stücken des Schöpfers Steven Knight, wie *Taboo* und *House of Guinness*, als mit dem zeitgenössischen *Power*-Universum.

Ohne seinen Standort im Vereinigten Königreich würde sich *Fightland* nahtlos in das *Power*-Universum einfügen. Der Werbeinhalt der Serie hebt die gleiche Mischung aus düsterer Komödie, zwischenmenschlichen Konflikten, volatiler Bandendynamik und intensiver Gewalt hervor, die den enormen Erfolg des Starz-Originals und seiner zahlreichen Spin-offs ausmachte. Natürlich erinnert diese spezielle Formel an die Arbeit eines namhaften britischen Produzenten.

„Fightland“ könnte die erste britische Gangsterserie sein, die nicht von Guy Ritchie erschaffen wurde

Daniel Ings als Freddy Horniman für die Netflix-Serie „The Gentlemen“.
Daniel Ings als Freddy Horniman für die Netflix-Serie „The Gentlemen“.

Während er sich auf die vergleichsweise zurückhaltende Historienserie „Young Sherlock“ vorbereitet, die für 2026 geplant ist, stand Guy Ritchie einst an der Spitze des britischen Gangsterkinos. Seine berüchtigten aufeinanderfolgenden Hits „Lock, Stock and Two Smoking Barrels“ und „Snatch“ positionierten den Drehbuchautor und Regisseur Ende der 1990er Jahre sofort als das Gegenstück des Vereinigten Königreichs zu Quentin Tarantino, und spätere Veröffentlichungen wie „RocknRolla“ und „The Gentlemen“ bestätigten, dass sein Gespür für das Genre intakt geblieben war.

Obwohl Guy Ritchies Filmografie nicht ausschließlich aus Mob-Bildern besteht, hat er Titel wie „Mob Land“ und „The Gentlemen“ produziert und damit seinen Einfluss im britischen Krimifernsehbereich gefestigt. Folglich muss „Fightland“ nicht nur mit der „Power“-Serie mithalten, sondern auch von Kritikern gelobte Konkurrenten wie „Gangs of London“ und „Top Boy“ in den Schatten stellen, wenn es die führende britische Kriminalserie werden will, die nicht von Ritchie selbst ins Leben gerufen wurde.

Offizielle Quellen: Power Universe

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