Über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg ist Lieutenant Nyota Uhura ein Eckpfeiler des StarTrek-Universums geblieben, doch erst in wenigen Episoden der Originalserie erlangte sie einen herausragenden Charakter. Von 1966 bis 1991 von Nichelle Nichols dargestellt, ist Uhura eine beliebte Figur beim Publikum und hat in zahlreichen Fortsetzungen und Prequels mitgewirkt.
Zu einer Zeit, als solche Rollen im Fernsehen rar waren, entwickelte sie sich schnell zu einem Symbol für die Stärkung schwarzer Frauen. Nichols‘ denkwürdigste StarTrek-Reihe zeigt die bahnbrechende Natur ihrer Figur in den ersten drei Staffeln der Serie in den 1960er Jahren.
Auch wenn die Bemerkung aus heutiger Sicht harmlos und beiläufig erscheinen mag, stach sie im September 1966 deutlich aus den Rundfunksendungen hervor. Es veranlasste die Zuschauer, innezuhalten und das progressive Zusammenspiel der Hauptdarsteller zu erkennen.
Einer der bedeutendsten Wege, mit denen Star Trek die Science-Fiction neu gestaltete, ist die Darstellung von Nyota Uhura als selbstbewusste farbige Frau, die von Beginn der Serie an eine wichtige Rolle an Bord der USS Enterprise innehat. Der Satz „Sorry, Weder noch“ bringt ihren bahnbrechenden Beitrag zum Fernsehen am besten auf den Punkt.
Nichelle Nichols‘ denkwürdiger Star Trek-Moment landet im vierten Teil der Originalserie

Dieser ikonische Austausch findet während des ersten Zeitreise-Abenteuers der Franchise, „The Naked Time“, statt. In der Sequenz wird George Takeis Figur Sulu von in der Luft schwebenden Molekülen des Planeten Psi 2000 heimgesucht. Unter dem Einfluss zieht er sein Hemd aus, schwingt eine Klinge und verhält sich mit unberechenbarer, energiereicher Intensität.
Während des Vorfalls ergreift Sulu Uhura und erklärt: „Ich werde dich beschützen, schöne Jungfrau.“ Sie reagiert sofort und erwidert: „Tut mir leid, auch nicht.“ Dieses witzige Comeback kritisiert scharf die herablassende, ritterliche Haltung von Sulus Verhalten. Nichelle Nichols macht deutlich, dass ihr Charakter weder auf die Beschreibung „schön“ noch auf „jungfräulich“ zutrifft und dass sie keine Notwendigkeit für seine Vormundschaft hat.
Uhuras Ablehnung von Sulus Beschreibung bringt zusätzliche Bedeutungsebenen mit sich. Durch die Ablehnung des Adjektivs „fair“ unterstreicht die Figur ihren Status als schwarze Frau in einer überwiegend weißen Besetzung, vor dem Hintergrund, dass Rassentrennung im amerikanischen Fernsehen noch üblich war und gesellschaftlich toleriert wurde.
Indem sie den Begriff „Jungfrau“ ablehnt, verweist Uhura subtil auf die sexuelle Revolution, die Mitte der 1960er Jahre in Nordamerika und Westeuropa herrschte, einer Zeit, in der der Feminismus der zweiten Welle an Dynamik gewann. Historisch gesehen feierte die Bezeichnung „Jungfrau“ die sexuelle Keuschheit einer jungen Frau.
Folglich wird Uhuras scharfe Ablehnung dieses Wortes zu einem bescheidenen Akt sexuellen Trotzes, während ihre Weigerung, als „fair“ bezeichnet zu werden, als eindringlicher Tadel der Rassenunterdrückung dient. Die Vielschichtigkeit dieser kurzen Zeile macht sie zu einem der einprägsamsten Zitate der Science-Fiction-Geschichte.
Diese ikonische Uhura-Zeile verdeutlicht, warum sie als Meilensteinfigur in der Fernsehgeschichte gilt.

Die Brillanz, die in der Zeile „Sorry, Weder noch“ steckt, die Gene Roddenberry während der Drehbuchbearbeitung in „The Naked Time“ eingefügt hat, unterstreicht die seltene Fähigkeit der Serie, über die kulturellen Konventionen der Ära hinauszugehen. Nyota Uhura verkörpert diesen zukunftsorientierten Ethos des Geschichtenerzählens.
Uhura war die erste schwarze weibliche Figur in einer Serie mit weißen Hauptdarstellern außerhalb eines häuslichen Umfelds. Sie war nicht nur ein Zeichen; Seit Beginn von StarTrek diente sie als hochqualifizierte Spezialistin an Bord der USS Enterprise und verfügte über eine außergewöhnliche Begabung für Sprachen, die ihren außergewöhnlichen Intellekt unterstrich.
Ohne sie hätte StarTrek ein entscheidendes Element seines ursprünglichen Hauptensembles gefehlt. Ebenso hätte das Fernsehen viel länger auf eine Figur warten müssen, die in der Lage wäre, diese fortschrittliche Rolle in der Filmgeschichte einzunehmen.